Nicht alles ist so einfach, wie es aussieht
9. Januar 2009Wer kennt sie nicht, die ewigen Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitgeber? Eigentlich ist gegen die sogenannten Seminare, die mehrmals jährlich in irgendwelchen Städten stattfinden, nichts einzuwenden, denn jede Art von Wissen, die einen weiterbringt, ist auf jeden Fall förderlich. Allerdings muss man sich manchmal doch fragen, ob alle Themen, die angeboten werden, wirklich notwendig sind. Aber wenn man dann einmal weiter schaut und tiefer geht, wird man merken, dass jede Veranstaltung irgendwie doch von Nutzen ist. Wenn man zum Beispiel das Thema „Wie telefoniere ich richtig?“ nimmt, würde man auf den ersten Blick denken: „So ein Blödsinn, natürlich weiß ich, wie man telefoniert“. Auf den zweiten Blick aber ist das gar nicht mehr so sicher zu sagen. Denn gerade im beruflichen Leben ist es besonders wichtig, die Feinheiten des Telefonierens zu kennen. Es ist beispielsweise förderlich, wenn man während des Telefonierens steht und nicht sitzt. Denn durch die stehende Haltung ist man konzentrierter und die Stimme ist fester. Wichtig ist auch, dass man sich den Namen des Anrufenden merkt und ihn wiederholt, wenn man mit der Person spricht, z. B. kann man sagen, wenn derjenige am anderen Ende der Leitung sich mit Namen gemeldet hat: „Guten Tag, Herr Müller“ oder auch „Danke, Herr Müller“. Die direkte Ansprache spricht den anderen positiv an, man wird für wichtig gehalten und es wird honoriert, dass man Interesse zeigt, indem man sich seinen Namen merkt bzw. gemerkt hat. Auch ist die Wirkung enorm, wenn man während des Telefonierens lächelt. Sogar das kommt am anderen Ende der Leitung positiv an. Man sieht also, dass sich das Thema zwar banal anhört, aber wenn man mal genauer „hinter die Kulissen“ schaut, stellt man sehr schnell fest, dass es doch seinen Sinn hat, wenn solche Weiterbildungsmaßnahmen regelmäßig stattfinden. Und dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer dort hinschickt, ist positiv und sollte auch honoriert werden.